Aktionen zur Situation in der Pflege

Überall werden Applaus und Danksagungen an MitarbeiterInnen im Krankenhaus geäußert. Und das zurecht, denn in Zeiten von Pandemien sind es natürlich Krankenhauspersonal und Pflegekräfte, die eine besonders wichtige Aufgabe für die gesamte Gesellschaft übernehmen. Wir sind es, die in einem Gesundheitssystem, welches seit Jahren systematisch kaputt gespart und einer Profitlogik unterworfen wurde, die Stellung halten sollen.

Dank an das Krankenhauspersonal spricht sogar die Bundesregierung aus, die den Zustand unserer Gesundheitsversorgung selbst mit verantwortet. Ihre aktuellen Diskussionen zum „COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz“ deuten einmal mehr an, dass es hier nicht um Zuschüsse geht, die die Krankenhaus- und Pflegekräfte stärken, sondern die vielmehr Erlösausfälle der Krankenhäuser kompensieren und Liquidität sichern sollen.

Bei all dem Dank ans Krankenhauspersonal dürfen wir daher nicht vergessen: Danksagungen und Anerkennung allein werden uns nicht entlasten und auch nicht für bessere Entlohnung oder ein Gesundheitssystem sorgen, das nach den Bedürfnissen der PatientInnen ausgerichtet ist!

In Solidarität mit den KollegInnen haben wir beim Krankenhaus in Bad Cannstatt, beim Robert-Bosch-Krankenhaus, sowie am Marien- und Katherinenhospital mit Wandplakaten und Aushängen auf die miserable Situation im Gesundheitssytem aufmerksam gemacht. Doch damit soll es nicht genug sein. Als Pflegekräfte wollen wir uns jetzt austauschen und vernetzen, um aktiv zu werden. Nutzen wir die gesellschaftliche Aufmerksamkeit, um den weiteren Rückbau der Gesundheitsversorgung zu verhindern – denn dieser geht zulasten von PatientInnen und Beschäftigten.

Für eine bedarfsorientierte Ausrichtung der Gesundheitsversorgung und eine starke Pflege!

#nichtaufunseremruecken #GemeinsamPflegestärken

Facebook-Gruppe der Pflegebeschäftigten!

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