VIDEO: Schuften bis zur Infektion? STIHL Kollege meldet sich zu Wort

Ein Kollege aus dem Werk in Waiblingen meldet sich zu Wort über die Zustände im Werk. Es gab bereits Corona-Fälle, die von der Geschäftsleitung aber heruntergespielt werden. Es gibt eine handvoll Schutzmaßnahmen, das ist gut. Doch warum gibt es keine bezahlte Freistellung aller Kolleginnen und Kollegen im Werk? Gegen diese Zustände gab es in der letzten Woche bereits keine Aktion vor dem Werk.

Was ist bei Stihl los?

Wie viele andere Unternehmen hat auch Stihl alle Angestellten ins Homeoffice geschickt, um sie nicht der momentanen Ansteckungsgefahr auszusetzen und die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Leider gilt das nicht für alle Beschäftigten: Weil die Konzernleitung die Lagerbestände vorsorglich füllen will, um im Falle einer Produktionsunterbrechung weiterhin Profite zu scheffeln, arbeiten die KollegInnen in der Produktion, Montage und Logistik weiter.
Das heißt: Weiterhin müssen 1000 KollegInnen in drei Schichten täglich in geschlossenen Räumen nebeneinander arbeiten. Die Kühlschränke stehen den KollegInnen nicht mehr zur Verfügung, Teeküchen und Pausenräume wurden geschlossen, doch das Virus hält sich eben nicht an Arbeits- oder Pausenzeiten.

Warum wird so unverantwortlich gehandelt?

Die Antwort ist die selbe wie auf die Frage warum Waffen an Kriegstreiber verkauft oder Autos produziert werden, die unnötig viel Benzin verbrauchen: Weil Kapitalisten damit Geld verdienen können. Den Stihl-Bossen ist die Gesundheit „ihrer“ ArbeiterInnen und die ihrer Familien offensichtlich egal. Sie werden weiterhin alles in Kauf nehmen, um weiter Profite zu machen.

Natürlich sind die KollegInnen deshalb wütend. Bei Stihl – und in anderen Betrieben, in denen weiter produziert wird – rumort es. Es ist nicht hinzunehmen, dass unsere Gesundheit so aufs Spiel gesetzt wird. Es gilt nun, die Betroffenen unterschiedlicher Betriebe zu vernetzen, Solidarität zu zeigen und Widerstand zu organisieren.

Aktion vor dem Werk:

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