Aktionen an Kliniken im Rems-Murr-Kreis

 

Wie überall sonst auf der Welt leisten auch die Beschäftigten in der Pflege und in den Krankenhäusern im Rems-Murr-Kreis gerade lebenswichtige Arbeit. Wo  andere Zuhause bleiben, müssen sie schuften! Dabei ist der ganze Applaus von den Mitmenschen zwar ganz nett, doch viel wichtiger ist es, auf die schlechten Arbeitsbedingungen, das marode Gesundheitssystem und die viel zu niedrigen Löhne im Gesundheitssektor aufmerksam zu machen.

Seit Jahren werden immer mehr Krankenhäuser geschlossen, so auch in Waiblingen und Backnang. Gleichzeitig werden notwendige Ausgaben für Kranke und die Beschäftigten immer weiter heruntergefahren.

Jetzt wo es hart auf hart kommt zeigt sich wohin das kaputt sparen führt: unterbezahlte Beschäftigte, viel zu wenig Betten und Ausrüstung in Krankenhäusern, ein allgemein überlastetes Gesundheitssystem und Tausende Tote in Italien und Spanien. Dort sterben unter anderem so viele Menschen, weil während der letzten Wirtschaftskrise die Krisenlast auf die schwächeren EU-Staaten übertragen wurde und
Deutschland diese Staaten zu einer harten Sparpolitik gezwungen hat, sodass sie ihr Gesundheitssystem kaputt sparen mussten. Allerdings werden auch in Deutschland bald wesentlich mehr Menschen sterben, da auch unser Gesundheitssystem privatisiert und ausgehöhlt wurde.

Deswegen müssen wir schon, wie in der Zeit vor Corona, noch mehr auf diese Umstände aufmerksam machen. Im Zuge dessen sind wir zu den noch bestehenden Klinken in den Rems-Murr-Kreis gefahren und haben in Winnenden ein Transparent mit der Aufschrift „Erst kaputt gespart und dann Applaudieren- Kapitalismus macht uns krank“ und in Schorndorf eines mit der Aufschrift „Gerechte Löhne für
gesellschaftlich relevante Jobs – Kapitalismus macht uns krank“. Dazu gab es auch Plakate, die auf den bundesweiten und lokalen Abbau von Krankenhäusern, den kleinen Verdienst der KrankenhauspflegerInnen oder Empfehlungen der „Bertelsmann-Stiftung“ die Krankenhausbetten in Deutschland zu halbieren, aufmerksam gemacht haben.

Wir können diese Umstände so nicht weiter hinnehmen! Denn nicht wir sind Schuld an der Krise, sondern das verantwortungslose und profitgeile Handeln der Chefs. Wir baden nicht deren Scheiß aus!

Außerdem müssen wir solidarisch mit allen Beschäftigten sein und sie dazu ermutigen sich zusammenzuschließen und für ihre Arbeitsrechte und verbesserte Lebensumstände einzustehen und dafür zu kämpfen!

Für eine gesunde Pflege, die nach den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet ist und nicht nach der Profitgier der Kapitalisten!

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